Abhängig vom Untergrund (Steine, Wurzeln usw.) sollte auf dem Bodengrund eine ca. 5 cm dicke Sandschicht (bitte bei der Gestaltung bzw. Grabungstiefe miteinberechnen) ausgebracht werden. Diese sollte evtl. noch mit einem unverrottbaren Vlies bedeckt werden. An Problemstellen kann das Vlies auch doppelt gelegt werden.
Da die verschiedenen Folien unterschiedlich UV-beständig sind, sollte immer darauf geachtet werden, sie nicht der direkten Sonneneinstrahlung auszusetzen. Die Weichmacher können dadurch zerstört werden, was zu Brüchen bzw. Rissen führen kann. Zudem ist sichtbare Folie ein ästhetisches Problem, zumindest bei Naturteichen.
Falten bei der Folienverlegung sind unvermeidbar. Besser ist es, wenn Sie viele kleine Falten vermeiden und statt dessen lieber einige große Falten haben. Diese lassen sich einfacher kaschieren.
Je nach Größe der zu verlegenden Folie hat diese ein nicht zu verachtendes Gewicht, so dass es besser ist, den ein oder anderen Helfer verfügbar zu haben.
Die Art und Stärke bzw. Dicke der Folie sollte der Untergrundbeschaffenheit sowie Größe und Tiefe und der vorgesehenen Nutzungsdauer des Teiches angepasst werden. Je mehr Wurzelwuchs, Steine usw. zu erwarten sind, umso stärker sollte die verwendete Folie sein.
Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk der M-Gruppe.
Ein synthetischer Kautschuk aus Ethylen, Propylen und Dienmonomeren (auch Kautschukfolie genannt). Die EPDM-Folie zeichnet sich durch gute Verlegeeigenschaften (auch bei niedrigeren Temperaturen weich und dadurch einfach zu verarbeiten), starke Dehnbarkeit, lange Haltbarkeit und Wurzelfestigkeit aus. Dafür ist sie aber auch die teuerste unter den Teichfolien.
Verfügbar ist sie in verschiedenen Stärken (0,5 bis 2 mm) sowie in den Farben schwarz, grün, blau und beige. Kautschukfolie kann relativ einfach repariert (ähnlich Fahrradschlauch) und geklebt werden. Dadurch ist sie auch in (fast) jeder Größe lieferbar. Je nach Mischung bzw. Qualität unterschiedlich alterungs,- witterungs- und ozonbeständig.
Polyvinylchlorid.
Haltbarer als PE. Kann repariert werden. Preislich zwischen EPDM- und PE-Folie anzusiedeln. PVC wird durch sogenannte Weichmacher erst zur für den Teichbau geeigneten Folie. Diese Inhaltsstoffe sind unter Umweltaspekten nicht unproblematisch und auch gesundheitsschädlich. Je mehr diese Weichmacher ausdünsten, umso brüchiger wird die Folie.
Polyethylen.
Die preiswerteste, gleichzeitig aber auch die empfindlichste Folie. Reparaturen sind gar nicht oder nur sehr begrenzt möglich. Sehr empfindlich gegen Wurzeln und Steine. Kann durch direkte Sonneneinstrahlung verspröden.
Wie groß die Teichfolie für die ausgehobene Grube sein muss, kann man auf 2 Arten ermitteln. Bei beiden Methoden ist eine Uferzugabe von mindestens 0,50 m je Uferseite (also 1 m) hinzuzurechnen.
Angenommen der Teich hat folgende Ausmaße:
- breiteste Stelle 6,5 m
- längste Stelle 12,0 m
- tiefste Stelle 1,20 m
Die Folienbreite errechnet sich dann wie folgt:
2 x Tiefe + Breite + Uferzugabe = 2 x 1,20 m + 6,5 m + 1 m = 2,40 m + 6,5 m + 1 m = **9,90 m**
Die Folienlänge wird so berechnet:
2 x Tiefe + Länge + Uferzugabe = 2 x 1,20 m + 12 m + 1 m = 2,40 m + 12 m + 1 m = **15,40 m**
Sie brauchen also eine Teichfolie von 9,90 x 15,40 m.
Sie sehen unten 2 schematische Zeichnungen (Klicken für Vollbild), einen Schnitt und eine Aufsicht. Die eingezeichnete dünne rote Linie zeigt den Verlauf einer von Ihnen am Grubengrund auszulegenden Schnur (oder sehr flexibles Maßband). Diese muss an der breitesten und der längsten Stelle gerade duch die Grube gelegt werden. Dabei muss die tiefste Stelle miteinbezogen werden. An Hand der Länge der ausgelegten Schnur können Sie die Foliengröße bestimmen (auch hier: Uferzugabe nicht vergessen).
Schnitt durch den Teich
Aufsicht