Das Bodensubstrat hat eine wichtige Stellung bei der Nitrifikation inne. Es besteht aus möglichst nährstoffarmen Materialien, also aus feinem Sand mit bis zu einem Viertel Lehm 1).
Teicherde, wie sie sehr oft im Handel angeboten wird, ist in mehr oder weniger hohem Maße mit organischen Materialien versetzt, welche zu einer Überdüngung führen können, insbesondere dann, wenn die Fische darin wühlen (können).
Ein Sand / Ton-Gemisch kann bei gründelnden Fischen zu einer Dauertrübung 2) des Teichwassers führen. Deshalb sollten Sie das Bodensubstrat den Fischen oder umgekehrt anpassen. Es reicht evtl. der Verzicht auf den Lehmanteil und etwas gröberer Sand (bis 2 mm).
Im Laufe der Zeit reichert sich das Bodensubstrat mit Nährstoffen an, die von den darin wurzelnden Pflanzen aufgenommen werden.
Stark nährstoffzehrende Pflanzen sollten Sie in extra Pflanzkörben (besser: Töpfe) in den Teich setzen, damit Sie diese gezielt (nach-)düngen können.
Bei bestimmten Techniken (z.B. Bodenablauf) kann kein Bodensubstrat verbaut werden, es sei denn, Ihre Pumpe verfügt über einen ausreichenden Vorfilter, der Teile, die die von der Pumpe zu bewältigende Größe übersteigen, vom Schaufelrad der Pumpe fernhält.
Bodensubstrat hat auch den Zweck, die Teichfolie vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen (vorzeitige Alterung).
Kies als Bodengrund hat die negative Eigenschaft, dass sich daran sehr schnell Algen anhaften und er dadurch unansehnlich wird.
In Koiteichen ist die Verwendung von Bodensubstrat teilweise sehr umstritten. Die einen sehen es als ideale Brutstätten für Koi-Parasiten und -Schädlinge an, die anderen sehen die positive Unterstützung der biologischen Wasserreinigung als Schwerpunkt.