Bei der Zersetzung organischer Materialien (abgestorbene Pflanzen und Tierkadaver, Futterreste und tierische Ausscheidungen) durch Bakterien und verschiedene Pilze entstehen neben Methangas noch einige andere Stoffe wie z.B. einige Säuren und andere, neue organische Verbindungen. Beim Zersetzungsprozess wird Sauerstoff verbraucht.
Diese Prozesse finden in jedem Teich statt und sind unproblematisch, solange sie in einem normalen Maß geschehen. Wird dieses Maß allerdings überschritten, kommt es zu einem Sauerstoffmangel und zu hohen Belastungen mit schädlichen Abbauprodukten (Nitrits, Ammoniak, Schwefelwasserstoffe usw.).
Eine nicht unbedeutende Rolle z.B. bei der Umsetzung des Nitrits in das weniger schädliche und von den Pflanzen als Dünger benötigte Nitrat spielt ein eingefahrener und funktionierender Filter und seine Reinigung sowie das Bodensubstrat.
Die größte Gefahr eines Sauerstoffmangels besteht in vielen Teichen bei Dauerfrost, da sich dann eine geschlossene Eisdecke bilden kann. Dadurch wird die Aufnahme neuen Sauerstoffs verhindert. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig einen Eisfreihalter anzubringen bzw. auf andere Art und Weise dafür zu sorgen, dass sich eben keine geschlossene Eisdecke bilden kann. Hierdurch können nicht nur die Zersetzungsgase entweichen, sondern vom Wasser auch neuer Sauerstoff aufgenommen werden.
Durch rechtzeitiges Mulmabsaugen vor Beginn der kalten Jahreszeit können Sie die Zersetzungsprozesse und die Gefahr eines Sauerstoffmangels zumindest minimieren helfen. Auch sollten Sie alle einfallenden organischen Materialien (Laub usw.) möglichst zeitnah entfernen und evtl. vorhandene Fische so wenig wie möglich füttern.
Falls Sie in Ihrem Teich Fische eingesetzt haben, sollten Sie diese bei durchgehenden Wassertemperaturen von unter 12° Celsius gar nicht mehr füttern. Dieses Futter kann von den Fischen nicht mehr richtig verwertet werden. Dies kann zu Erkrankungen führen und trägt nur unnötig zur Belastung des Wassers mit organischen Abfallstoffen bei.