Eine Grundreinigung bedeutet:
Zweck oder Ziel ist es, einen in die Jahre gekommenen Teich, der zunehmend versumpft bzw. verlandet ist, weitestgehend wieder in seinen Anfangszustand zu bringen. Folge der Versumpfung ist eine Verringerung der Wassertiefe durch eine immer dicker werdende Mulmschicht und immer raumgreifenderes Wurzeldickicht.
Man sollte möglichst große Mengen des Teichwassers in sauberen und dafür geeigneten Gefäßen auffangen, um es bei der Neubefüllung des Teiches weiter zu verwenden. Hierdurch fährt sich der Teich schneller wieder ein.
Das Bodensubstrat, soweit es z.B. aus Kies besteht, sollte gespült werden. Dies sollte aber nicht zu gründlich passieren, um ein „wiederanfahren“ (hinsichtlich der Mikroorganismen) des Teiches zu erleichtern bzw. zu beschleunigen. Ausgelaugtes Pflanzsubstrat sollte ausgetauscht bzw. erneuert werden.
Bei dieser Gelegenheit kann man (je nach Teichart)
Wichtig:
Von Reinigungsmaßnahmen mit chemischen Mitteln sollten Sie dringend Abstand nehmen.
Eine Grundreinigung ist ein großer Eingriff in das Biotop Gartenteich und eine starke Stresssituation für Ihre Fische. Eine jährliche Grundreinigung wird nicht empfohlen, sondern dann, wenn sie erforderlich ist. Durch die Grundreinigung und die damit verbundenen Arbeiten erfolgt eine fast vollständige Vernichtung der im Bodenschlamm lebenden Insekten(-larven). Bedenken Sie: Die Libellenlarven überwintern im Teich und schlüpfen in der Zeit von Ende April bis in den späten Juli. Kurz nach dem Schlupf beginnen Sie mit der Arterhaltung, sprich der Eiablage im Teich. Froschlaich sollten Sie in einem mit Teichwasser gefüllten Behälter lagern und nach Wiederbefüllung wieder in den Teich verbringen (außerhalb der Reichweite von Fischen).