Bei der Teichanlage muss gewährleistet werden, dass weder die Wurzeln der den Teich umgebenden Pflanzen noch die Erde direkten Kontakt mit dem Teichwasser haben. Über die Pflanzenwurzeln würde der Teich langsam, über die Erde zügig leergesaugt werden. Das mit der Erde funktioniert ähnlich dem Löschpapiereffekt oder den Kapillarröhrchen (enge Röhren, in denen das Wasser höher steigt als die Wasseroberfläche).
Die Kapillarsperre wird z.B. durch einen Graben und einem zum Teich gelegenen kleinen Wall erreicht. Über den Wall wird die Teichfolie gelegt und innerhalb des Grabens abgeschnitten. Der Wall wird mit z.B. Kies oder Bodensubstrat abgedeckt und der Graben mit Kies aufgefüllt.
Eine andere Möglichkeit besteht in der steilen Aufstellung der Folienränder an der Teichumgrenzung, so dass die Kante oberhalb des Wasserstandes und der umgebenden Erde liegt. Auch hier kann die Folie durch Kiesaufschüttung oder überhängende Laufstegbohlen gegen die Sonneneinstrahlung geschützt werden.
Letztlich gibt es einige - auch gestalterisch - unterschiedliche Möglichkeiten der Ausführung einer Kapillarsperre. Nehmen Sie die, die am besten zu der von Ihnen gewünschten Teichgestaltung passt.
Jede Kapillarsperre muss regelmäßig überprüft werden, z.B. auf durch- bzw. übergewachsene Wurzeln oder hereingefallenen Mutterboden (unkontrollierbare Nährstoffzufuhr = Algen).