Im Laufe der Jahre bildet sich am Teichboden ein Mulmbelag, der aus verrottenden Pflanzenresten und anderen organischen Materialien besteht. Dieser Belag wird immer mehr, wobei er sich durch den wachsenden Druck verdichtet. Falls Sie die Teichtiefe erhalten wollen, so sollten Sie diesen Mulm gelegentlich absaugen (ansonsten „verlandet“ der Teich 1), die Wassertiefe wird also immer geringer). Dies sollten Sie aber nicht im Herbst oder Winter machen, da dadurch erheblich in das Leben in dieser Schicht eingegriffen wird. Die Mulmschicht ist Überwinterungsort für viele Bewohner, u.a. von Libellenlarven.
Ein Absaugen sollte also im späten Frühjahr bzw. frühen Sommer, kurz nachdem der Teich wieder durchgängig über 10° C Wassertemperatur hat, erfolgen. Den abgesaugten Mulm sollten Sie über ein Grobsieb laufen lassen und diesen in der Nähe des Teiches anhäufeln, damit die abgesaugten Teichbewohner Gelegenheit haben rauszukrabbeln und wieder in den Teich zu kommen. Danach können Sie den „Schlamm“ auf dem Komposter „entsorgen“.
Das mit dem jahrealten Bodenmulm angesaugte Wasser darf nicht wieder in den Teich, da es sehr stark mit organischen Feinstoffen versetzt ist. Es kann aber bedenkenlos zum Gießen der Gartenpflanzen verwendet werden.
Um nicht zuviel Wasser auf einmal abzusaugen, können Sie die Mulmentfernung auch auf eine längere Periode über mehrere Male ausdehnen.