Pflanzenschädlinge

Auch Teichpflanzen können von „Schad“-insekten, wie z.B. Blattläusen oder Raupen „befallen“ werden (als Nahrungsquelle). Diese saugen den Pflanzensaft aus den Blättern oder vertilgen die Blätter gleich mehr oder weniger ganz.

An meinen Iris finde ich ab Mai öfters ca. 1 - 3 cm lange Raupen (hellbeige bzw. hellbraun mit sehr dunklem Kopf: Iris-Blattwespe (rhadinoceraea micans)). Falls es sich um Larven der Iris-Blattwespe handelt (Bild siehe unten), sind es dann aber keine Raupen (da die Blattwespe kein Schmetterling ist), sondern Afterraupen. Es wird hier aber verallgemeinernd der Begriff Raupe benutzt, da Aussehen und Fressverhalten sehr ähnlich sind.

Gegen die Raupen (anscheinend werden nicht alle Iris-Sorten befallen) hilft nur absammeln (soweit erreichbar). Von Fischen werden sie überwiegend nicht gern gefressen. Da sie auf dem Wasser treiben, hilft absprühen nicht wirklich, weil sie nach geraumer Zeit eine neue Wirtspflanze erreicht haben. Ansonsten kann man die Raupen auch gewähren lassen. Außer dem Schönheitsfehler der angefressenen Iris-Blätter habe ich bisher keine weitere Beeinträchtigung festgestellt. Im nächsten Jahr gedeihen die Iris wieder genauso gut.

  • Anmerkung: Ich habe ein Eigelege der Iris-Blattwespe (Bild siehe unten) auch schon an einem Blatt des kleinblättrigen Rohrkolbens entdeckt. Dies mag aber daran gelegen haben, dass die Iris-Blätter alle noch nicht weit genug aus dem Wasser ragten oder nicht genug Fraßmasse für die schlüpfenden Afterraupen boten.
  • Tipp: Sobald man diese Eigelege entdeckt, kann man sie mit dem Fingernagel abstreifen. Fingernagel deshalb, weil sie doch sehr gut an dem Blatt haften. So lässt sich der Fraßschaden schon mal minimieren. Man muss nur auf die länglichen bräunlichen Flecken auf den Blättern achten (Sichtkontrollen ab Ende April, warme Witterung vorausgesetzt, sonst ab Mai).

Blattläuse hingegen kann man, sofern der Teich z.B. mit Orfen (oder anderen Räubern) besetzt ist, mit dem (scharfen) Strahl eines Pflanzensprühers oder Gartenschlauchs absprühen. Die Orfen freuen sich spätestens am 3. Tag dieser „Bekämpfungsmaßnahme“ über die zusätzlichen Proteine, die da auf dem Wasser schwimmen. Ansonsten müssen Sie die abgespritzten Läuse mit einem feinmaschigen Kescher von der Wasseroberfläche ab“fischen“ und entsorgen. Ein paar Blattläuse je Pflanze sollten Sie aber nicht gleich in blanken Aktionismus verfallen lassen. Auch hier gilt: In der Ruhe liegt die Kraft.

Keinesfalls sollte man aber am bzw. im Teich Pestizide, Insektizide bzw. Biozide (oder wie immer sie auch heißen mögen) einsetzen, seien sie auch als noch so harmlos deklariert. Sie sind überwiegend umwelt- und fischgiftig. Und selbst, wenn Sie keine Fische in Ihrem Teich haben: Die anderen darin / daran lebenden Insekten (z.B. Libellen-Larven) oder Tiere (z.B. Frösche, Molche) werden dadurch (Folge-)Schäden nehmen (Nahrungskette). Dieser Verzicht gilt auch für Bakterienkulturen zur Schädlingsbekämpfung, da diese möglicherweise nicht nur auf genau diese eine Schädlingsart wirken dürften bzw. könnten.

Raupe der Iris-Blattwespe
„Raupe“ der Iris-Blattwespe

Blattfraß durch Raupen der Iris-Blattwespe
Blattfraß (Iris) durch Raupen / Larven

Eigelege einer Iris-Blattwespe
Eigelege einer Iris-Blattwespe auf einem Irisblatt.

Blattläuse an Hahnenfuß
Blattläuse am Fruchtstand eines Großen Hahnenfußes

Blattläuse auf Irisblatt
Blattläuse auf einem Irisblatt

Blattläuse auf Hahnenfußblatt
Blattläuse auf dem Blatt eines Großen Hahnenfußes

start/glossar/pflanzenschaedlinge.txt · Zuletzt geändert: 2011/05/23 20:59 von system1
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